Aneurysmen sind Ausbuchtungen an den Wänden von Arterien. Sie sehen beeren- oder sackförmig aus und entstehen an Stellen, an denen die Gefäßwand geschwächt ist und nicht über eine normale Muskelschicht verfügt. Diese Schwäche ist angeboren. Bei Menschen mit einer angeborenen Gefäßwandschwäche können sich im Laufe des Lebens Aneurysmen entwickeln und zwar besonders dann, wenn Bluthochdruck, Arteriosklerose und Verwirbelung im Blutfluss die Gefäßwände zusätzlich belasten. Aneurysmen können familiär gehäuft auftreten.

Die Entwicklung eines Aneurysmas kann aus einer Kombination dieser Faktoren bestehen oder aber nur eine einzelne Ursache haben. Zwar kann man den Risikofaktoren wie Bluthochdruck und Arteriosklerose vorbeugen, aber auch dann kann ein Aneurysma auftreten. Deshalb gibt es letztendlich keinen sicheren Schutz.

Hirnaneurysma

Meistens werden Hirnaneurysmen erst festgestellt wenn sie platzen. Vorher machen sie häufig keine Beschwerden. Als frühes Zeichen treten oft wiederkehrende Kopfschmerzen und Gesichtsschmerzen auf, die sich auf einen begrenzten Bereich beschränken. Bei einer Subarachnoidalblutung kommt es zu sehr starken Kopfschmerzen und zu verschiedenen neurologischen Ausfällen. Eines des am häufigsten auftretenden Symptome bei Hirnaneurysmen ist das Auftreten von Augenmuskellähmungen und Sehbeeinträchtigungen.

Bauchaortenaneurysma

Hier sind Männer häufiger betroffen als Frauen. Durch Größenzunahme können örtliche Schmerzen entstehen, vor allem Rücken- oder Nierenschmerzen. Vielen Patienten  haben im Liegen ein pulssynchrones Klopfen im Bauch. Wenn ein Bauchaortenaneurysma platzt, wird ein unerträglicher Bauchschmerz mit Ausstrahlung in den Rücken, Übelkeit und Brechreiz beschrieben.